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Aktuelles

08.06.2021

Wissen schaf[f]t Zukunft Preis 2021

Die Preisträger*innen des WZP 2020 Kategorie VWA bzw. Diplomarbeiten: "Historische Aufarbeitung von Stalag XVII B"

© Rafaela Pröll

Wissen schaf[f]t Zukunft Preis 2021: Bis zum 21. Juni 2021 können Maturant*innen der AHS Oberstufe bzw. BHS die in Niederösterreich zur Schule gehen bzw. gegangen sind ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten bzw. Diplomarbeiten einreichen und € 200,00 pro Autor*in für eine prämierten Abschlussarbeit erhalten! Wir freuen uns über Einreichungen mit dem thematischen Schwerpunkt „Klimawandel und Klimagerechtigkeit“.

Folgende Projekte wurden im Vorjahr in der Kategorie Vorwissenschaftliche Arbeiten bzw. Diplomarbeiten prämiert:

Preisträger*innen: Xaver Heigl, Helene Moser,Sebastian Siebenhandl und Victoria Teuschl

Historische Aufarbeitung von Stalag XVII B

Xaver Heigl, Helene Moser, Sebastian Siebenhandl und Victoria Teuschl, ehemalige Schülerinnen und Schüler der Tourismusschulen HLF Krems, zeigen Mut. Mit ihrer Diplomarbeit wagen sie sich mit der „Historischen Aufarbeitung von Stalag XVII B“ an ein aktuelles, aber im Bewusstsein der (lokalen) Öffentlichkeit kaum wahrgenommenes und angesprochenes Thema. Obwohl es sich beim „Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager“ (kurz Stalag) XVII B in Krems-Gneixendorf um eines der größten Gefangenenlager des Dritten Reiches handelte, in dem seit 1939 Tausende Gefangene verschiedenster Nationalitäten interniert waren und zu Tode kamen, weisen nur wenige Spuren, wie eine Erinnerungstafel auf dem Gelände des heutigen Flugplatzes, auf diese Stätte des Gräuels hin. Die Autoren konnten, bestens betreut durch ihre Lehrer und externe Experten, auf Vorarbeiten, v.a. von Herrn Mag. Dr. Robert Streibel und von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. phil. Barbara Stelzl-Marx, zurückgreifen. Daran methodisch anknüpfend gehen sie anhand einer Umfrage dem „heutigen Bezug der Kremser Bevölkerung zum Stalag XVII B“ nach und kommen zu nachdenklich stimmenden Ergebnissen: Fast die Hälfte der Befragten (aus Stadt und Region Krems) hatten vom Begriff „Stalag XVII B“ noch nie gehört. Die Gründe dafür: Es gibt zu wenig Anschauungsmaterial und Publikationen; und „Zeitzeugen berichten nicht gerne darüber“ bzw. die Leute interessieren sich nicht dafür. Die Verfasser der Arbeit geben sich damit, und das macht den großen Wert dieses Projekts aus, nicht zufrieden. In einer Präsentation stellten sie ihre Forschungen öffentlich vor und präsentierten zum ersten Mal den, im Zuge dieses Projekts, entwickelten „Informationswürfel“. Denn - ein Aufruf an alle im Bildungsbereich Tätigen – in ihrer abschließenden Handlungsempfehlung halten sie fest, wie wichtig es ist, „dass historische Ereignisse wie dieses, vor allem vor Ort, mehr thematisiert werden. Insbesondere Jugendliche müssen die Vergangenheit gut kennen, um eine Wiederholung derartiger Vorkommnisse zu vermeiden.“ Und: „Besonders für Lernende und Lehrende sollte diese Thematik leicht zugänglich und verständlich gemacht werden“. Die Autoren haben dafür einen wesentlichen Grundstein gelegt.

Juror Friedrich Lošek

 

Preisträger*innen: Francesca Kastner und Lea Klatzl

Effects of psychoactive substances on the organs of fish

Francesca Kastner und Lea Klatzl maturierten im Juni 2020 an der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft (HLUW) in Yspertal. In ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Effects of psychoactive substances on the organs of fish“ befassten sie sich mit einem sehr aktuellen Thema aus dem Bereich Klima und Umwelt, genauer gesagt mit der Verunreinigung von Gewässern durch psychoaktive Substanzen, die sowohl Mensch, Tier und Umwelt betrifft. Durch die Einnahme von Medikamenten sowie durch den Missbrauch illegaler psychoaktiver Substanzen kommt es zu einer Verschmutzung der Gewässer und zur Schädigungen der Wasserlebewesen. Der spezielle Fokus wurde in dieser Diplomarbeit auf die Auswirkungen dieser Wasserverunreinigung auf die Leber und das Herz von Fischen gelegt. Die Arbeit ist in Kooperation mit der Südböhmischen Universität Budweis, im Rahmen der ISS 2019 (International Summer School 2019), in der Fakultät für Fischerei und Wasserschutz entstanden. Hervorzuheben ist die Abfassung in englischer Sprache, was den Zugang zu einem internationalen Publikum ermöglicht.

Im Rahmen eines Versuchs unter der Leitung von Maria Eugenia Sancho Santos haben die Autorinnen Fische und deren Organe genau unter die Lupe genommen, regelmäßige Proben genommen und entsprechende Analysen durchgeführt. Die Schäden im Organgewebe von Fischen wurde nachgewiesen und durch Bilder anschaulich dargestellt. Neben der praktischen Forschungstätigkeit wurde ein Handout für den Unterricht erstellt und somit ein wesentlicher Beitrag für Wissenschaftsvermittlung geleistet. Die erstellten Unterlagen geben einerseits einen Einblick in die Anatomie der Fische, andererseits soll das Material über die Folgeschäden von Drogen bzw. psychoaktiven Substanzen aufklären und so einen Beitrag zur Suchtmittelprävention leisten. Durch verstärkte Suchtmittelprävention und neuen Methoden zur Klärung von Wasser soll zukünftig gegen eine Verunreinigung von Gewässern durch psychoaktive Substanzen vorgegangen werden. Nur mit dem nötigen Wissen kann es ein gesellschaftliches Umdenken geben. Francesca Kastner und Lea Klatzl haben mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.

Jurorin Doris Wagner

 

junge Frauen stehen auf einem Steg an einem See

Die Preisträger*innen des WZP 2020 Kategorie VWA bzw. Diplomarbeiten: "Effects of psyochoactive substances on the organ of fish"

© Rafaela Pröll
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